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Entlastungen

für Gaskunden

FAQ Allgemein

Gaslieferung in Deutschland

Auf dieser Seite habe wir Informationen zu den Entlastungen bereitgestellt: Diese umfassen die Absenkung der Umsatzsteuer, die Dezember-Soforthilfe sowie die Gaspreisbremse.

Weiterhin hatte die Bundesregierung am 29.09.2022 das Ende der sogenannten Gasbeschaffungsumlage verkündet. Diese sollte ab dem 1. Oktober 2022 von allen Erdgaskundinnen und -kunden erhoben werden. Da die Gasbeschaffungsumlage nun nicht in Rechnung gestellt wird, erfolgte keine Anpassung der monatlichen Abschläge unserer Gaskunden.

Die Gasspeicherumlage, die ab 1. Oktober erstmalig erhoben wurde, hat weiterhin Bestand und ist von der Entscheidung der Bundesregierung nicht berührt.

FAQ´s zur Gasspeicherumlage und zum Thema Gaslieferung allgemein sind hier ebenfalls für Sie zusammengestellt.

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Informationen zu den aktuellen Entlastungen für Gaskunden

Umsatzsteuerabsenkung

Umsatzsteuerabsenkung

Der Bundestag hat die Senkung der Umsatzsteuer für Erdgas vom 1.Oktober 2022 bis zum 31. März 2024 von derzeit 19 % auf 7 % beschlossen. Diese Senkung wird im Rahmen der nächsten (Jahres-)Rechnung berücksichtigt und an unsere Kunden weitergegeben. Für Abrechnungen nach dem 01.10.2022 findet der reduzierte Mehrwertsteuersatz auf die gesamte Jahresverbrauchsmenge 2022 Anwendung.

Dezemberhilfen - Soforthilfegesetz

Dezemberhilfen - Soforthilfegesetz

Die Gaspreiskrise führt zu großen und komplexen Herausforderungen, die der Bund erkannt hat und finanzielle Entlastungen für Gas- und Fernwärmekunden so schnell wie möglich umsetzen möchte. Um die extremen Belastungen der Betroffenen abzufangen, sollen diese entsprechend den Regelungen des Erdgas-Wärme-Soforthilfegesetzes – EWSG im Dezember 2022 eine einmalige Entlastung erhalten. Diese dient der finanziellen Überbrückung bis zur regulären Einführung der Gaspreisbremse.

Stufe 1: Eine einmalige Entlastung der Haushaltskunden, sowie kleinerer und mittlerer Gewerbekunden in Höhe des Dezember-Abschlags.

Konkret betrifft diese erste Stufe die im Dezember 2022 fällige Abschlagszahlung.

Für wen wird der Entlastungsbetrag im Detail wirksam:

Für alle Letztverbraucher, die von einem Lieferanten am Stichtag 1. Dezember 2022 beliefert werden, für jede ihrer Entnahmestellen in der Bundesrepublik Deutschland.

Ausgenommen sind:

  • Letztverbraucher für Entnahmestellen mit einer registrierenden Leistungsmessung an denen ein Jahresverbrauch von mehr als 1.500.000 Kilowattstunden entsteht*,
  • Letztverbraucher für Entnahmestellen, soweit sie dort Erdgas für den kommerziellen Betrieb von Strom- und Wärmeerzeugungsanlagen beziehen, oder
  • Letztverbraucher, die zugelassene Krankenhäuser sind.

*Hier gibt es für bestimmte Bereiche Ausnahmen: RLM-Kunden mit einem Jahresverbrauch von mehr als 1.500.000 Kilowattstunden müssen dem Erdgaslieferanten bis zum 31. Dezember 2022 in Textform darlegen, dass sie einer Gruppe der Entlastungsberechtigten (§ 2, Abs. 1 Satz 4 und 5) angehören.

Berechnung der Entlastung

Der Entlastungbetrag für Letztverbraucher Erdgas ist in § 2 EWSG geregelt. Demnach sollen sämtliche SLP-Kunden in Höhe eines Zwölftels des prognostizierten Jahresverbrauchs zum geltenden (Brutto-)Arbeitspreis am 1. Dezember 2022 entlastet werden. Zur Ermittlung des Jahresverbrauchs werden die Werte herangezogen, die der Lieferant im September 2022 für jeden einzelnen SLP-Letztverbraucher prognostiziert hat. Verfügt der Lieferant über keine eigene Verbrauchsprognose, ist ersatzweise die Jahresverbrauchsprognose des Netzbetreibers nach § 24 GasNZV, die zum 30. September 2022 gültig ist, heranzuziehen. Daneben soll der für den Monat Dezember 2022 geltende (Brutto-)Grund- und/oder Leistungspreis erstattet werden.

Umfasst von der Entlastung nach § 2 EWSG sind auch einzelne RLM-Entnahmestellen. Der Entlastungsbetrag beträgt dort ein Zwölftel der gemessenen Netzentnahme der Monate November 2021 bis Oktober 2022 zum geltenden Preis am 1. Dezember 2022. Für Entnahmestelle, die nach dem 1. November 2021 erstmalig leitungsgebundenes Erdgas bezogen wurde, ist ein Zwölftel eines typischen Jahresverbrauchs zugrunde zu legen.

Umsetzung der Entlastung:

Um die Haushalte und vor allem kleinere Gewerbekunden kurzfristig zu entlasten, hat sich die Bundesregierung für eine einfache und pragmatische Lösung entschieden:

Gaskundinnen und Gaskunden sollen im Monat Dezember mit einem Einmalbetrag („Dezemberhilfe“) entlastet werden. Diese staatliche Soforthilfe orientiert sich an den monatlichen Abschlägen und soll den Zeitraum bis zur Stufe 2 des Entlastungspakets überbrücken.

Die Höhe der Soforthilfe berücksichtigt auch mögliche Gaspreissteigerungen zum Jahresende: Sie entspricht einem Zwölftel des im September 2022 prognostizierten individuellen Jahresverbrauchs, multipliziert mit dem am 1. Dezember gültigen Gaspreis.

Als unsere Kundinnen und Kunden (mit Ausnahme der Industrie und größeren Gewerbekunden) profitieren Sie automatisch von der Soforthilfe. Wenn Sie einen Lastschrifteinzug vereinbart haben, wird der Dezemberabschlag (betrifft die Fälligkeit 30.12.2022) nicht eingezogen. Sollten Sie die Zahlungen monatlich selbst vornehmen, beispielsweise über einen Dauerauftrag oder durch eigene Überweisung, dann müssen Sie die Zahlungen für Dezember nicht leisten. In Ihrer Jahresabrechnung wird der Erstattungsbetrag mit der vorläufigen Entlastung verrechnet. Bei Überweisung des Dezemberabschlages (Fälligkeit 30.12.22) durch Kunden (z. B. Dauerauftrag nicht geändert) erfolgt eine Verrechnung in der nächsten Verbrauchsabrechnung. Es geht Ihnen somit kein Geld verloren.

Für die gemäß § 2 Abs. 1 EWSG anspruchsberechtigen RLM-Kunden erfolgt die Kompensation mit der Abrechnung, die den Monat Dezember umfasst. Im Januar 2023 wird die Dezember-Rechnung erstellt und der Entlastungsbetrag berücksichtigt. Dieser wird transparent in der Rechnung ausgewiesen.

Nach § 6 des EWSG hat der Erdgaslieferant einen Erstattungsanspruch gegen die Bundesrepublik Deutschland. Die Erfüllung des Erstattungsanspruchs tritt an die Stelle der Zahlung des Letztverbrauchers/ Kunden.

 

Gaspreisbremse

Gaspreisbremse

Stufe 2 der Entlastungen bildet die sogenannte Gaspreisbremse. Hier ist eine Deckelung des Gaspreises für eine bestimmte Verbrauchsmenge ab Februar oder März 2023 vorgesehen. Hierzu soll ein festgelegter Brutto-Arbeitspreis für eine bestimmte prognostizierte Verbrauchsmenge allgemein Anwendung finden. Die finale Ausgestaltung ist von der Regierung derzeit jedoch noch nicht beschlossen. Genauere Informationen liegen hierzu voraussichtlich Anfang Dezember vor.

Energieeinsparung

Energieeinsparung

Zentrales Ziel ist es, eine Gasmangellange oder einen weiteren Anstieg der Großhandelspreise in Deutschland und Europa zu vermeiden. Diese hätte erhebliche soziale und wirtschaftliche Verwerfungen zur Folge. Es ist daher zwingend notwendig, dass wir in Deutschland im kommenden Winter einen gemeinsamen Kraftakt unternehmen, in erheblichem Umfang Gas einzusparen.

Beispielsweise kann bei einer durchgängigen Absenkung der durchschnittlichen Raumtemperatur um 1°C rechnerisch etwa 6% Energie eingespart werden.

Weitere Energiespartipps finden Sie auf unserer Seite "Spartipps für Zuhause"

Fragen und Antworten zur Gasspeicherumlage ab 01.10.2022

Welche Umlage gilt ab 01.10.2022?

Welche Umlage gilt ab 01.10.2022?

Gasspeicherumlage

Die Bundesregierung hat Vorgaben zur Befüllung der nationalen Gasspeicher als Maßnahme zur Erhöhung der Versorgungssicherheit getroffen. Die dadurch entstehenden Kosten werden solidarisiert und als neue „Gasspeicherumlage“ gemäß § 35e Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) ebenfalls durch die THE erhoben. Die Umlage ist derzeit befristet bis zum 31.03.2025. Die Gasspeicherumlage beträgt ab dem 01.10.2022 zunächst 0,059 ct/kWh netto.

Nähere Informationen zu den neuen Umlagen finden Sie auch auf der Webseite der THE unter

www.tradinghub.eu/de-de.

Wie lange und ab wann gilt diese Umlage?

Wie lange und ab wann gilt diese Umlage?

Die Umlage wird ab dem 01.10.2022 erhoben.
Die Gasspeicherumlage ist derzeit befristet bis zum 31.03.2025. Die Trading Hub Europe GmbH kann die Umlage in Abhängigkeit von der Kostensituation jeweils zum 01.01. und 01.07. eines Kalenderjahres anpassen.
 

Wer muss die Gasspeicherumlage bezahlen?

Wer muss die Gasspeicherumlage bezahlen?

Bezahlt wird diese Umlage grundsätzlich sowohl von Industrie- als auch Haushaltskunden, die Erdgas beziehen und von Fernwärme-Kunden.

Wir geben die Umlage in der jeweils geltenden Höhe im Verhältnis 1:1 – also Erhöhungen und Senkungen gleichermaßen – an unsere Kunden weiter.

Wer bekommt die Umlage?

Wer bekommt die Umlage?

Die Kreiswerke profitieren nicht von dieser Umlage. Die Gasumlagebeträge werden von der THE bei den sogenannten Bilanzkreisverantwortlichen (BKV) erhoben und werden an den Lieferanten weiterberechnet. Die Kreiswerke in ihrer Marktrolle als Lieferant berechnen den Haushalts- und Gewerbekunden die Umlage über ihre Tarife und Verträge weiter. Verantwortlich für die Berechnung der Umlage sind die THE sowie Experten der Bundesnetzagentur sowie des BMWK.      

KONTAKT & BERATUNG

Haben Sie Fragen?

Sie erreichen unser Team im Kundenservice telefonisch
Montags bis Freitags 8.00 Uhr bis 17.00 Uhr 

Telefon: 06051 84-2005
E-Mail: kunden(at)kreiswerke-main-kinzig.de 

Fragen und Antworten zur Gaslieferung in Deutschland

Ist die Gasversorgung sicher?

Ist die Gasversorgung sicher?

Aktuell: ja. Haushalte sind in Deutschland besonders geschützt. Auch im Fall eines Engpasses werden Sie weiter versorgt, wenn die Industrie bereits Einsparungen vornehmen muss. Das erklärte Ziel aller Akteure ist es, die in Deutschland etwa 19 Millionen an das Gasnetz angeschlossenen Haushalte ohne jede Unterbrechung zu versorgen. 

Was kann ich als Bürgerin und Bürger jetzt tun?

Was kann ich als Bürgerin und Bürger jetzt tun?

Sparen Sie ab heute den Verbrauch von fossilen Energieträgern ein. Jede eingesparte Kilowattstunde Erdgas macht Deutschland unabhängiger von russischen Gaslieferungen, entlastet Sie finanziell und hilft im Kampf gegen die Klimakrise. Ganz konkret können Sie im Winter die Raumtemperatur senken, Warmwasser in der Küche sparen, im Bad einen sparsamen Duschkopf einsetzen und den Wirkungsgrad von Heizkörpern erhöhen. 

Woher bezieht Deutschland sein Erdgas?

Woher bezieht Deutschland sein Erdgas?

In der Europäischen Union ist Deutschland der größte Importeur von Erdgas aus Russland. 2021 hat Deutschland aus Russland etwa 55 Prozent des hier verbrauchten Erdgases importiert, Ende Juni 2022 waren es noch etwa 26 Prozent. Das Wirtschaftsministerium strebt nach dem Angriff von Russland auf die Ukraine an, bis zum Sommer 2024 den Anteil des russischen Gases am deutschen Gesamtverbrauch auf zehn Prozent zu reduzieren.

Neben den russischen Lieferungen bezieht Deutschland Erdgas auch aus Norwegen und den Niederlanden. Außerdem werden deutsche Energieunternehmen auch zunehmend verflüssigtes Erdgas (LNG) beziehen, aktuell noch über Anlande-Terminals im Ausland. Voraussichtlich Ende 2022 wird auch Deutschland an der Küste über mobile LNG-Terminals verfügen. Alle Import-Alternativen sind teurer als das russische Erdgas.  

Welche Rolle spielen die Gasspeicher in Deutschland?

Welche Rolle spielen die Gasspeicher in Deutschland?

Die meist unterirdischen Speicher haben grundsätzlich die Funktion, im Sommer überschüssige Importe aufzunehmen, um im Winter zusammen mit den Lieferungen aus dem Ausland die Gasversorgung zu sichern. Sie dienen als eine Art Puffer für den saisonal sehr unterschiedlichen Gasabsatz. In der Regel wird dann im Winter – je nach Temperatur und weiteren Lieferungen – das Gas in das Netz ausgespeichert. Ein neues im Frühjahr 2022 verabschiedetes Gasspeichergesetz soll nun dafür sorgen, dass die deutschen Speicher beispielsweise am 1. November mindestens zu 90 Prozent gefüllt sind. Theoretisch kann das Speichervolumen laut Bundesregierung Deutschland zwei bis drei durchschnittlich kalte Wintermonate mit Gas versorgen. Bis zur Energiekrise hat Deutschland jährlich etwa 1.000 Terawattstunden Erdgas verbraucht. In den Gasspeichern können maximal rund 256 Terawattstunden gespeichert werden.

Was passiert, wenn das in Deutschland verfügbare Gas nicht mehr für alle ausreicht? Wie haben die Kreiswerke für den Fall von Engpässen vorgesorgt?

Was passiert, wenn das in Deutschland verfügbare Gas nicht mehr für alle ausreicht? Wie haben die Kreiswerke für den Fall von Engpässen vorgesorgt?

Die Energiewirtschaft spricht dann von einer Gasmangellage. Es greift der Notfallplan Gas, der drei Stufen hat. Bereits am 30. März 2022 hat das Wirtschaftsministerium die Frühwarnstufe ausgerufen (Stufe 1), seit dem 23. Juni gilt die Alarmstufe. Die dritte Stufe ist die Notfallstufe. Die Frühwarn- und Alarmstufe werden vom Bundeswirtschaftsministerium ausgerufen, die Notfallstufe von der Bundesregierung durch eine Verordnung geregelt.   

Die konkreten Auswirkungen eines Liefer-Stopps von russischem Gas lassen sich nicht seriös prognostizieren. Gasmarkt-Experten sagen: Sehr wahrscheinlich würden sich diese großen Mengen in den nächsten Monaten nicht komplett durch andere Lieferungen kompensieren lassen. Alle Akteure arbeiten daran, für diesen Fall vorbereitet zu sein, allen voran die Bundesnetzagentur mit einem eigens für die Sicherung der Gasversorgung eingerichteten Krisenstab.   

Nach dem Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) gehören private Haushalte zu den sogenannten geschützten Kunden. Zu dieser Gruppe gehören beispielsweise auch Krankenhäuser, Pflegeheime, kleine und mittelgroße Gewerbebetriebe, die nach einem sogenannten Standardlastprofil abgerechnet werden und Kraftwerke, die auch der Wärmeversorgung von Haushalten dienen. Diese Kunden müssen solange versorgt werden wie möglich.

Wir bereiten uns seit Monaten auf diese Situation vor. Wir tauschen uns mit anderen Stadtwerken aus, haben Notfallpläne in der Schublade und bekommen Fachinformationen aus den sehr engagierten Energieverbänden.