„Viele Landwirte arbeiten mit chemi-schen Pestiziden und Kunstdünger, die nicht nur den Boden, sondern auch das Grundwasser belasten“, berichtet Christoph Neizert. „Das muss doch auch anders gehen, dachte ich.“
Ein Mann, ein Wort: Stück für Stück baute er einen Ökolandbaubetrieb nach Naturland-Prinzipien auf. Dabei achtete der heute 60-Jährige darauf, dass neben Ackerland immer Platz für Hecken, Gräben, Obstbäume und Blühstreifen blieb. Sie bilden wichtige Rückzugsplätze für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten.
In siebenjähriger Fruchtfolge werden auf dem Hofgut unter anderem Kartoffeln, Raps, Braugerste und Zwiebeln angebaut. Für den nötigen organischen Dünger sorgen 200 Lacaune-Schafe. Etwa ein Drittel der gesamten Fläche dient dem Bio-Futteranbau für die Tiere. Deren Milch wird in der hauseigenen Käserei von Betriebsleiter Pascal Küthe und seinem Team zu leckerem Käse verarbeitet. Der Kapellenhof be liefert Lebens mittel einzel händler, Wochenmärkte und Restaurants im gesamten Rhein-Main-Gebiet. Frischkäse, Joghurt, Schnittkäse und Camembert sind beispielsweise auch im Gelnhäuser MKK-Lädchen im Main-Kinzig- Forum zu finden. Und Christoph Neizert ist optimistisch, was die Zukunft des Kapellenhofs angeht:
„Regionale Bioprodukte werden immer gefragter und wir hoffen, dass die Kombination aus Grundwasser- und Naturschutz mit der Herstellung von hochwertigem, regionalem Bioschafskäse ein Modell für Nachahmer sein kann. In den nächsten Jahren wollen wir hier weitere Kleinbiotope anlegen, um die bedrohte Artenvielfalt in unserer unmittelbaren Umgebung zu bewahren.“
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» Hofgut Kapellenhof
» Auf dem alten Hof 1
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