Nächste Ausfahrt: Hawaii

Athlet Michael Lik geht im Oktober 2021 beim berühmten Ironman an den Start.

Die meisten werden beim Gedanken an diese Insel wahrscheinlich davon träumen, mit einem Cocktail in der Hand am Strand zu entspannen. Für den Altenhaßlauer Michael Lik aus dem „Team Bad Orb – Gesund im Spessart“ hingegen wird Hawaii im Oktober 2021 der Austragungsort seiner bisher größten sportlichen Herausforderung. Dann geht der Hobbyathlet beim berühmten Ironman an den Start.

Die Zahlen sprechen für sich: Nach 3,86 geschwommenen Kilometern legen die Teilnehmer ohne Unterbrechung rund 180 Kilometer mit dem Rennrad zurück, bis sie als Drittes circa 42 Kilometer im Laufschritt absolvieren. Allein letztere Disziplin entspricht der Distanz eines Marathonlaufs. Acht bis neun Stunden lang wird Michael Lik bei der Triathlon-Weltmeisterschaft seinem Körper Höchstleistungen abverlangen. Darum steht für ihn eine minutiöse Vorbereitung im Vordergrund. Bereits seit seiner Studienzeit hält er sich mit Ausdauersport fit.

„An einen Tag ohne Training kann ich mich eigentlich nicht erinnern“, schmunzelt er.

Was vor rund 15 Jahren zunächst als willkommener Bewegungsausgleich im Kontrast zum starren Sitzen im Vorlesungssaal begonnen hat, steigerte sich zur echten Leidenschaft. Seither nahm der Familienvater regelmäßig an Wettkämpfen teil – bis hin zu deutschen Triathlon-Meisterschaften.

„Mit jeder sportlichen Anstrengung wieder etwas mehr aus sich herausholen zu können, hat mich ungemein motiviert“, sagt der heute 42-jährige Immobilienmakler.

Nach dem jüngsten erfolgreichen Zieleinlauf bei einem Triathlon in Barcelona nahm die Idee einer Teilnahme beim Ironman auf Hawaii immer mehr Gestalt an. „Für mich ist das noch einmal eine ganz besondere Herausforderung“, berichtet Michael Lik. Hochsommerliche Temperaturen, starke Winde und eine hohe Luftfeuchtigkeit warten auf die Athleten. Der Triathlon auf Hawaii gilt deshalb als einer der sportlich anspruchsvollsten Wettkämpfe der Welt.

Eigentlich war die Teilnahme schon in diesem Jahr geplant. Doch dann kam die Corona-Pandemie dazwischen und die Veranstaltung wurde verlegt. Für den sportlichen Familienvater ist das aber kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken:

„Bei meinen Trainingseinheiten musste ich michspontan an die neuen Beschränkungen anpassen. So habe ich mich unter anderem mit Neoprenanzug in heimische Seen gewagt. Denn das gewohnte Schwimmtraining im Hallenbad ist bisheute nicht möglich“, erklärt Michael Lik.

Insgesamt hält sich der Familienvater rund 25 Stunden pro Woche fit. Auch eine bewusste Ernährung mit wenig Fleisch und Alkohol gehört dazu. Ab und zu gönnt sich der Hobbyathlet jedoch gerne ein Stück Kuchen. Seine Familie unterstützt ihn bei seiner Leidenschaft für den Extremsport. Auch auf Hawaii wird sie mit von der Partie sein und die Zeit mit einem gemeinsamen Urlaub verbinden. Wie das Rennen genau verlaufen wird, weiß Michael Lik nicht. Ebenso wenig, wie er abschneiden wird. Aber auf den Moment, wenn er ins Ziel einzulaufen wird, freut sich der Altenhaßlauer schon ganz besonders. Denn dann wird er wieder  etwas mehr Leistung aus sich herausgeholt haben.