Ehrensache: Fünf Fragen an einen ehrenamtlichen Pfadfindervorstand

Bei den Pfadfindern geht es ab in die Natur. Doch nicht nur das. Die Kinder und Jugendlichen lernen, was Teamgeist bedeutet und was es heißt, Verantwortung zu übernehmen. Steffen Presse engagiert sich in Windecken beim Pfadfinderstamm Wartbaum und begleitet seine Schützlinge beim Erwachsenwerden.

Bei den Pfadfindern geht es ab in die Natur. Doch nicht nur das. Die Kinder und Jugendlichen lernen, was Teamgeist bedeutet und was es heißt, Verantwortung zu übernehmen. Steffen Presse engagiert sich in Windecken beim Pfadfinderstamm Wartbaum und begleitet seine Schützlinge beim Erwachsenwerden.

Warum engagieren Sie sich als ehrenamtlicher Vorstand bei den Pfadfindern?

Das lässt sich ganz einfach beantworten: Ich bin durch und durch Pfadfinder. Mit sieben Jahren schloss ich mich den Pfadfindern an und habe alle Stufen durchlaufen, bis ich mein Leiterversprechen abgegeben habe. Zwei Trupps habe ich sogar bis zur Rover-Stufe geführt. Mit 16 bis 20 Jahren sind das die ältesten Pfadfinder, die auf dem Weg vom Jugendlichen zum Erwachsenen und auf dem Weg zu sich selbst sind. 2016 bekam ich schließlich das Angebot, im Vorstand mitzuarbeiten.

Wie unterstützen Sie und Ihr Team den Pfadfinderstamm Wartbaum?

Das ganze Jahr über organisieren wir verschiedene Veranstaltungen - wie zum Beispiel das zehntägige Sommerlager. Dafür stellen wir für rund 100 Kinder Schlafplätze und Nahrung bereit. Aber wir finden auch heraus, wo sich im Notfall das nächste Krankenhaus befindet. Und nächstes Jahr steht das Jubiläum unseres 40-jährigen Bestehens an, das wir jetzt schon planen.

Was haben Sie durch Ihre Unterstützung bereits ermöglicht?

Wir haben ein neues Pfadfinderheim gebaut, das wir liebevoll "Pfadi-Hütte"nennen. Es war unser größtes Projekt im letzten Jahrzehnt. Dafür haben wir Sponsoren gewonnen, aber auch selbst Hand angelegt. Außerdem haben wir nun in der Hütte eine Internetverbindung, damit die Leiterinnen und Leiter etwas recherchieren können.

Gibt es einen besonderen Moment, an den Sie sich gerne erinnern?

Letzten Sommer durfte ich sieben meiner ehemaligen Truppkinder zum zweiten Mal ihr Leiterversprechen abnehmen. Als sie zwölf Jahre alt waren, habe ich ihnen bereits ihr erstes Versprechen abgenommen. Das war für mich ein sehr emotionaler Moment. Denn es ist ein besonderes Ritual, bei dem die Kinder geloben, Verantwortung zu übernehmen.

Wie möchten Sie Ihr Ehrenamt dieses Jahr gestalten?

Mein Ziel ist es, dass wir ein tolles Sommerlager haben, in dem sich alle Kinder wohlfühlen. Und natürlich sollen sie alle gesund und munter wieder zu Hause ankommen. Daneben ist mir wichtig, dass wir den Stamm nach außen noch attraktiver machen, sodass mehr Kinder Lust bekommen, mitzumachen.

WEITERE INFORMATIONEN:
» www.wartbaum.de

KENNEN SIE ...
... engagierte Ehrenamtliche, die das Leben im Main-Kinzig-Kreis noch ein wenig fröhlicher machen und es verdient hätten, an dieser Stelle gewürdigt zu werden? Dann melden Sie sich bitte bei uns unter:
» Telefon 06051 84-342