Sonne, Pools und Brände

Versorger werben für sorgsamen Umgang mit den Ressourcen

Pressemitteilung vom 2. Juni 2020

Sonne, Pools und Brände: Versorger werben für sorgsamen Umgang mit den Ressourcen

Sonnig und warm ist es in Deutschland. Und schon wieder viel zu trocken. Die Sonnenstunden tun der Seele gerade in der jetzigen Situation gut. Der Wasserversorgungsbranche bereiten sie allerdings Kopfzerbrechen. Droht uns das dritte Dürrejahr in Folge? Die Herausforderungen für die Versorger sind vielfältig.
Dass die Natur, Flora wie Fauna, sich nach Wasser sehnt, ist unbestritten. Seit dem Hitzesommer 2018 sind die Grundwasservorräte bis heute nicht wieder auf ihr übliches Maß angestiegen. Und leider füllen sich die Reservoirs im Boden nicht direkt nach einem Regenschauer wieder auf. Man muss sich nur vor Augen führen, dass ein Regentropfen einen ganzen Tag benötigt, um einen Meter in der Vegetation vorzudringen. Daher liegen auch eine lange Zeit und viel Regen zwischen dem Aufschlag auf den Boden und dem Ankommen im Grundwasser. Im Schnitt verbrauchen die Bundesbürger 123 Liter pro Kopf und Tag. Besonders im Sommer steigt dieser Verbrauch jedoch erheblich.
Diesen saisonalen Mehrverbrauch von ca. 40 Prozent, sonst üblich an heißen Sommertagen, registrierten die Kreiswerke Main-Kinzig nun schon im April und Mai. Zum einen bindet die aktuelle Situation überdurchschnittlich viele Menschen an ihr Zuhause, was zu einer vermehrten Wassernutzung im Haushalt führt. Zum anderen kommt die verstärkte Gartenbewässerung hinzu. Auch mehrere Brände unter anderem in Waldgebieten haben bereits den Bedarf spürbar erhöht.
Den Versorgungsunternehmen ist zudem bewusst, dass unter anderem die besonderen Hygienemaßnahmen hinsichtlich der Corona-Eindämmung einen erhöhten Verbrauch nach sich ziehen. „Darauf sind wir vorbereitet. Dieses Kontingent für die zusätzliche Körperhygiene ist elementar wichtig und stellt nicht das Problem dar“, sagt Björn Schmidt, Technische Führungskraft Trinkwasser bei den Kreiswerken. Auch wenn die Abnahmemengen in den Haushalten im Frankfurter Umland durch die vielen Menschen zuhause, etwa durch Homeoffice, angestiegen sind, so „ist das System weiterhin beherrschbar“, setzt Björn Schmidt nach.
Für die Versorger stellt sich aktuell eine andere Herausforderung dar: Man wisse, dass das Schließen der öffentlichen Schwimmbäder und Seen für einen selbst und gerade auch für die Kinder eine weitere Einschränkung darstellt. Deshalb hat der Regionalversorger auch Verständnis dafür, dass sich aktuell viele Familien mit einem privaten Pool ausstatten. Doch der Pool muss unter Umständen sogar mehrfach befüllt werden; je nach Leistungsfähigkeit der heimischen Aufbereitung. Standrohre für private Pool-Befüllungen wie auch für die Gartenbewässerung gibt der Versorger nicht aus. Die Kreiswerke liefern Trinkwasser, daher
stehen die Standrohre für die Inbetriebsetzung von Kundenanlagen und die Notversorgung, etwa bei Störungen, zur Verfügung. Der Versorger weist auch darauf hin, dass eine unberechtigte Wasserentnahme aus einem Hydranten kein Kavaliersdelikt darstellt, sondern als Diebstahl gewertet wird.
Bei allem Verständnis für die schwierige und entbehrungsreiche Situation appellieren die Kreiswerke, eine eventuell geplante Pool-Anschaffung noch einmal zu überdenken. Zudem solle möglichst auch auf die Grünlandbewässerung verzichtet werden. Im Umgang mit den lokalen Trinkwasserressourcen liege noch einiges an Potential. Gerade jetzt könne etwa stärker darauf geachtet werden, wann besser Regenwasser statt Trinkwasser zu nutzen sei. Etwa für die Gartenbewässerung im privaten Bereich, aber auch im Haushalt für die Toilettenspülung oder die Waschmaschine. Ähnlich wie beim Bekämpfen der grassierenden Corona-Pandemie, bei der wir auf das solidarische Handeln jedes Einzelnen angewiesen sind, sei auch die Gesamtgesellschaft gefragt, wenn es darum geht, Klimawandel und Wasserdargebot in den Griff zu bekommen.


Ansprechpartnerin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Miriam Franz Telefon: 06051 84-342 Fax: 06051 84-302
E-Mail: miriam.franz@kreiswerke-main-kinzig.de

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