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Energiesparen lohnt sich

Jeder von uns kann etwas zur Verminderung des Ausstoßes von Treibhausgasen und somit zum Klimaschutz beitragen. Und Bares sparen Sie noch dazu.

Hier haben wir einige wertvolle Energiespartipps für Sie zusammengestellt:

Stand-by - Der heimliche Stromfresser

Fernseher, Hi-Fi-Turm und Computer saugen reichlich Strom leider auch dann, wenn sie abgeschaltet sind. Und zwar desto mehr, je bequemer und praktischer die Geräte werden. Denn während die vielen elektronischen Geräte in ständiger Habachtstellung, im Fachjargon Stand-by genannt, stehen, verbrauchen sie permanent Strom und das nicht zu knapp.

Experten schätzen, dass ein durchschnittlicher Haushalt mindestens 70 Euro, im Extremfall auch oft das Doppelte im Jahr für die Habachtstellung der Elektrogeräte ausgibt.

Aus ist nicht gleich Aus
Viele Geräte zeigen nicht einmal mehr mit einem neckischen roten oder grünen Lämpchen an, dass sie sich am laufenden Band Strom aus der Steckdose genehmigen. Einige Geräte haben gar keinen Netzschalter mehr, mit dem man sie ausschalten könnte, oder, noch infamer, der Netzschalter steht auf Aus, doch das Gerät frisst weiter wertvolle Energie.

Wirksam ausschalten
Was also tun? Einfache und billige Möglichkeit: abschaltbare Steckerleisten. Alle Geräte, die nicht permanent Strom brauchen, sollten an solchen Mehrfachsteckdosen hängen einfach den Schalter auf Null, und die heimlichen Stromfresser gucken in die Röhre. Solche Mehrfachstecker gibt es auch in technisch anspruchsvollen Versionen, mit Fernbedienung oder mit integriertem Überspannungsschutz.

Beim Kauf von Geräten, die permanent am Strom hängen müssen, sollte man auf den Stromverbrauch im Stand-by-Modus achten.

Keine Kennzeichnungspflicht
Leider sind die Hersteller noch nicht gezwungen, den Stand-by-Verbrauch auf den Geräten auszuweisen. Damit ist der mündige Verbraucher gefragt: Informieren Sie sich daher schon vor dem Kauf über energiesparende Geräte.

Stromsparen beim Waschen

Bei voller Auslastung verbraucht Ihre Waschmaschine annähernd gleich viel Strom wie bei einer halben Befüllung. Eine halb gefüllte Maschine verbraucht immer noch zwei drittel der Energie. Es zahlt sich aus, die Energiesparprogramme zu nutzen. Normal verschmutzte Wäsche wird bei 60° genauso sauber wie bei 95°. Nur Säuglings- und Krankenwäsche sollte man noch kochen. Für alle anderen Textilien reichen geringere Temperaturen. Damit schonen Sie die Umwelt und Ihr Portemonnaie.

Auf die Vorwäsche kann - außer bei starker Verschmutzung - verzichtet werden. Dadurch reduziert man den Verbrauch um 10 % außerdem spart man Waschmittel und schont die Umwelt durch geringere Mengen an Abwasser.

Die Wäsche stets "bügelfeucht" bügeln. Sowohl zu feuchte als auch zu trockene Wäsche muss länger gebügelt werden. Übrigens: Der Stromverbrauch beim Bügeln ist beträchtlich. Etwa 1,3 kWh für 5 kg Wäsche. Durch Verwendung eines Wärmereflektierenden Bügelbrettbezugs kann eine Menge Energie gespart werden. Waschmittel richtig dosieren Unabhängig von der Temperatur ist jedoch auch der richtige Einsatz des Waschmittels für die Reinheit sowie die Umweltbilanz entscheidend. Technische Lösungen wie beispielsweise Direkt-Einspülsysteme ermöglichen heute einen wesentlich geringeren Einsatz von Waschmitteln. Bessere Waschergebnisse bei niedriger Dosierung erzielt auch getrennte Zugabe aller Waschmittelkomponenten in speziellen Einspülkammern. So werden Basiswaschmittel, Enthärtungs- sowie Bleichmittel nach dem Baukastensystem zeitversetzt in den Waschprozess eingeführt.

Stromsparen beim Trocknen

Für den Wäschetrockner gelten in punkto Energiesparen die selben Regeln wie fürs Waschen. Nur volle Maschinen trocknen. Beim Kauf die auf dem Energieetikett angegebenen Verbrauchswerte vergleichen. Gewinner der Energiebilanz sind so genannte Ablufttrockner, die niedrigere Verbrauchswerte haben als Kondensationsgeräte.

Auch mit der Bedienung der Geräte lässt sich Energie sparen: So verkürzt sich die Trockendauer, wenn die Trommel mit ähnlichen Kleidungsstücken in Punkto Material, Größe und Dicke gefüllt ist. Ebenso wirkt sich das regelmäßige Reinigen des Luftfilters positiv auf die Leistung des Gerätes aus. Und ganz wichtig: Nach Gebrauch stets vollkommen ausschalten, da viele Geräte nach Programmablauf immer noch Strom verbrauchen.

Unser Tipp: Lassen Sie den Trockner aus und nutzen Sie wieder mal
                    die gute alte Wäscheleine.

Stromsparen beim Abwaschen

Ungefähr ein viertel des Warmwasserverbrauchs im Durchschnittshaushalt geht auf Kosten der Küche. Effizientes Abwaschen hält hier den Verbrauch niedrig. Es ist nicht nötig, dass Geschirr heiß abzuspülen, ehe es in den Geschirrspüler gestellt wird. Einerseits kostet diese Maßnahme Energie, andererseits löst sich beispielweise Eiweiß nur mit kaltem Wasser.

Nehmen Sie den Geschirrspüler erst in Betrieb, wenn er möglichst voll ist. Wie bei Waschmaschinen ist es - trotz Sparprogrammen - immer noch günstiger, einmal voll als zweimal halb zu spülen! Schließen Sie den Geschirrspüler an Ihre Warmwasserversorgung an. Damit können Sie viel Strom sparen, denn die meiste Energie benötigt der Geschirrspüler zum Aufheizen des Wassers, der Verbrauch für Motor und Pumpen ist relativ niedrig. Bei den allermeisten Geräten ist es technisch kein Problem, den Geschirrspüler ans Warmwasser anzuschließen.

Stromsparen beim Kochen

Rund 11% des gesamten Stromverbrauchs entfallen aufs Kochen, Braten und Backen. Hier können Sie erheblich Strom sparen.

Ohne Deckel zu kochen, vergeudet unglaubliche 300 %. Das gilt für Elektro- ebenso wie für Gasherde. Das Zudecken bewirkt, dass die für den Kochvorgang erforderliche Wärme im Topf bleibt und sich die Kochdauer dadurch deutlich verringert. So benötigt man zum Kochen von 1,5 Litern Suppe ohne Deckel drei Mal so viel Energie wie mit Deckel.

Der Boden des Kochgeschirrs sollte möglichst eben sein. Dadurch liegt es auf der Kochplatte des E-Herds gut auf und nutzt die Wärme optimal. Außerdem sollten Geschirr und Kochplatte zusammenpassen. Wenn der Topf nur um drei Zentimeter kleiner ist, gehen schon 30 % der Energie verloren. Bis zu beachtlichen 50 % an Energie lassen sich mit einem Druck-Kochtopf sparen, nämlich bei Speisen, deren Zubereitung lange dauert: Rindfleisch, Rindsherz, Gulasch usw. Das Geheimnis liegt in der Zeitersparnis und dem Umstand, dass nach Erreichen des entsprechenden Druckes auf ganz kleine Hitze umgeschaltet werden kann. Auf Elektroherden sollten Speisen mit möglichst wenig Flüssigkeit zubereitet werden. Durch die genaue Dosierbarkeit der Hitze brennen die Gerichte nicht an. Wenn Sie beispielsweise einen Liter Wasser verwenden, obwohl nur ein viertel davon nötig wäre, vergeuden Sie 25 % Energie, da die Kochzeit deutlich länger ist.

Schalten Sie die Kochplatte erst nach dem Aufsetzten des Kochtopfes ein, um unnötige Wärmeabgabe an den Raum zu vermeiden. Herdplatten mit Taktschaltung und Thermostat werden zum Anbraten bzw. Ankochen auf höchste Stufe gestellt und dann rechtzeitig zurückgeschaltet.

Ein guter Tipp: Nutzen Sie die Restwärme indem Sie die Herdplatte schon vor Ende der Kochzeit abschalten.

Zum Thema Backofen gilt: Heizen Sie Ihr Backrohr nur dann vor, wenn das Kochrezept dies ausdrücklich verlangt. Heißluft-Backrohre müssen überhaupt nicht vorgeheizt werden. Nutzen Sie die Nachwärme indem Sie - je nach Backdauer - 10 bis 15 Minuten vor Ende der Garzeit abschalten.